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Konzeptualisierungsphase Stichprobendesign (ADM) Datenerhebungsstrategie Auswertungsergebnisse



Die Datenerhebungsstrategie


Interview mit standardisiertem Fragebogen
Die Studie wurde als Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens mit offenen Frageanteilen in einem persönlichen Gespräch angelegt und dauerte im Durchschnitt etwa 60-80 Minuten. Die Interviewer/innen sind in mehreren Schulungseinheiten auf ihre Aufgabe vorbereitet worden.

Fragebogenentwicklung und zweistufiges Pretesting
In mehreren sogenannten Experteninterviews wurden Fragebogenkonstruktion und Fragenprogramm auf ihre Güte hin überprüft, Fragen ergänzt, umgestellt, eliminiert oder neu ins Programm aufgenommen. Zur weiteren Überprüfung des Forschungsinstrumentes startete, im Februar 2007, unter Einsatz von Interviewer/innen eine mehrmonatige zweite Pre-Testphase mit etwa 60 Interview-Testpersonen. In gemeinsamen Arbeitstreffen konnten deren Anregungen und Beobachtungen zusammengetragen und entsprechende Modifikationen vorgenommen werden, die dann in erneuten Interviewsituationen zum Einsatz kamen. Die Testpersonen kamen vorwiegend aus kirchendistanziertem Hintergrund und wurden von den Interviewer/innen selbst ausgewählt. Teilweise sind die Befragungspersonen, mit der Bitte um korrigierende Mitarbeit, bewusst in die Testsituation eingeweiht worden, um an der Verstehbarkeit der Fragen zu arbeiten. Andere Test-Befragungen fanden jedoch unter Hauptstudienbedingungen statt, um Dauer und Aufmerksamkeit, so wie den reibungslosen Interviewablauf zu testen. Auf diese Weise trainierten die Interviewer/innen ihre Fertigkeiten, überprüften Filterführung und Aufbau des Fragebogens, so wie die Aufmerksamkeit der Befragungspersonen hinsichtlich der Thematik, Verständnis der Fragestellungen und Dauer des Interviews.
Nach einer Vielzahl von Verbesserungen ging ein iterativer Entwicklungsprozess zu Ende und die Hauptstudie konnte im Oktober 2007 ins Feld gehen.



Die Feldphase – Durchführung des Studienprojektes

Die Projektlaufzeit der Hauptstudie
Die Projektplanung sah, im Blick auf die vorhandenen Kapazitäten, eine Bruttostichprobe von 1.612 Adressen vor. Das entsprach rund 1,5% der Grundgesamtheit im Zielgebiet der Befragung. Die Mitarbeiter/innen hatten die Anweisung aus dieser Stichprobe möglichst viele Interviews zu realisieren. Als ehrenamtliches Projekt mit etwa 50 Interviewer/innen hatte sich die Projektlaufzeit von Mitte Oktober 2007 bis Mitte April 2009 erstreckt.
Ging die Hauptstudie im Oktober 2007 unter dem Titel „Mensch und Glaube“ ins Feld, so wurde sie in den ersten Wochen, sachlich durchaus stimmig, in „Lebensgestaltung, Religiosität, Freizeit und Bildung“ umbenannt. Diese Eingangsschwierigkeiten, das aufwändige Stichprobendesign, so wie die begrenzten Ressourcen der ehrenamtlichen Interviewer/innen haben die Projektlaufzeit erheblich verlängert. Nach rund 19 Monaten ist dieses ehrenamtliche Pilot-Studienprojekt erfolgreich abgeschlossen worden. Durch den unentgeltlichen Einsatz des Teams konnte sowohl der Pretestphase, als auch der Feldphase der Hauptstudie die nötige Zeit zugestanden werden. Ein wirtschaftlicher Druck existierte nicht, der ansonten zu einem kurzen Feldverlauf drängt. Viel Kraft ist in diese Erhebung geflossen, viele Erfahrungen, die niemand missen möchte, wurden hinzugewonnen und die „Empirische Forschungswerkstatt Schwäbischer Wald“ entstand.

Ausschöpfungsquote
Nach endgültigem Abschluss der Feldphase werden etwa 600 Personen an der Studie teilgenommen haben. Das ist, nach Bereinigung der Bruttostichprobe, eine Ausschöpfungsquote von etwa 40 %.

Daten zu den Ausfallgründen (Nonresponsquote), zu den Interviewermerkmalen und zur Interviewsituation sind zur Zeit noch nicht ausgewertet.

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