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Konzeptualisierungsphase Stichprobendesign (ADM) Datenerhebungsstrategie Auswertungsergebnisse



Die Datenerhebungsstrategie


Interview mit standardisiertem Fragebogen
Die Studie wurde als Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens mit offenen Frageanteilen in einem persönlichen Gesprächangelegt und dauerte im Durchschnitt etwa 60-80 Minuten. Die Interviewer/innen wurden in mehreren Schulungseinheiten auf ihre Aufgabe vorbereitet. Auswertung der Daten erfolgte mit dem Statistik-Programm SPSS.

Fragebogenentwicklung und zweistufiges Pretesting
In mehreren sogenannten Experteninterviews wurden Fragebogenkonstruktion und Fragenprogramm auf ihre Güte hin überprüft, Fragen ergänzt, umgestellt, eliminiert oder neu ins Programm aufgenommen. In einer mehrmonatigen zweiten Pretestphase mit über 60 Interviewtestpersonen wurde das Forschungsinstrument, in Zusammenarbeit mit den Interviewer/innen, noch einmal auf seine Verstehbarkeit, seine Dauer und auf das Interesse der Interviewpartner/innen hinsichtlich der Befragungsthematik hin überprüft. In gemeinsamen Arbeitstreffen konnten die Anregungen und Beobachtungen zusammengetragen und entsprechende Modifikationen vorgenommen werden, die dann in erneuten Interviewsituationen zum Einsatz kamen. Die Testpersonen kamen vorwiegend aus kirchendistanziertem Hintergrund und wurden von den Interviewer/innen selbst ausgewählt. Teilweise sind die Befragungspersonen, mit der Bitte um korrigierende Mitarbeit, bewusst in die Testsituation eingeweiht worden, um an der Verstehbarkeit der Fragen zu arbeiten. Andere Test-Befragungen fanden jedoch unter Hauptstudienbedingungen statt, um Dauer und Aufmerksamkeit, so wie den reibungslosen Interviewablauf zu testen. Auf diese Weise trainierten die Interviewer/innen ihre Fertigkeiten, überprüften Filterführung und Aufbau des Fragebogens, so wie die Aufmerksamkeit der Befragungspersonen, Verständnis der Fragestellungen und Dauer des Interviews.
Nach einer Vielzahl von Verbesserungen ging ein iterativer Entwicklungsprozess zu Ende und die Hauptstudie konnte im Oktober 2007 ins Feld gehen.



Die Feldphase – Durchführung des Studienprojektes

Die Projektlaufzeit der Hauptstudie
Die Projektplanung sah, im Blick auf die vorhandenen Kapazitäten, eine Bruttostichprobe von 1.612 Adressen vor. Das entsprach rund 1,5% der Grundgesamtheit im Zielgebiet der Befragung. Die Mitarbeiter/innen hatten die Anweisung aus dieser Stichprobe möglichst viele Interviews zu realisieren. Als ehrenamtliches Projekt im Gemeindekontext mit etwa 50 Interviewer/innen hatte sich die Projektlaufzeit von Mitte Oktober 2007 bis Mitte April 2009 erstreckt.
Ging die Hauptstudie im Oktober 2007 unter dem Titel „Mensch und Glaube“ ins Feld, so wurde sie in den ersten Wochen, sachlich durchaus stimmig, in „Lebensgestaltung, Religiosität, Freizeit und Bildung“ umbenannt. Diese Eingangsschwierigkeiten, das aufwändige Stichprobendesign, so wie die begrenzten Ressourcen der ehrenamtlichen Interviewer/innen haben die Projektlaufzeit erheblich verlängert. Nach rund 19 Monaten konnte dieses ehrenamtliche Pilot-Studienprojekt mit seinen etwa 50 Interviewer/innen, erfolgreich abgeschlossen werden. Durch den unentgeltlichen Einsatz des Teams konnte sowohl der Pretestphase, als auch der Feldphase der Hauptstudie die nötige Zeit zugestanden werden. Ein wirtschaftlicher Druck existierte nicht, der ansonten zu einem kurzen Feldverlauf drängt. Viel Kraft ist in diese Erhebung geflossen, viele Erfahrungen, die niemand missen möchte, wurden hinzugewonnen und die „Empirische Forschungswerkstatt Schwäbischer Wald“ entstand.

Ausschöpfungsquote
Nach endgültigem Abschluss der Feldphase werden etwa 600 Personen an der Studie teilgenommen haben. Das ist, nach Bereinigung der Bruttostichprobe, eine Ausschöpfungsquote von etwa 40 %.

Daten zu den Ausfallgründen (Nonresponsquote), zu den Interviewermerkmalen und zur Interviewsituation sind zur Zeit noch nicht ausgewertet.

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